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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Fri, 10 Apr 2026 17:57:13 +0200</pubDate><lastBuildDate>Fri, 10 Apr 2026 17:57:13 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/beim-wort-genommen/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-71355</guid><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 +0200</pubDate><title>&quot;Beim Wort genommen&quot; für April 2026</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/beim-wort-genommen-fuer-april-2026/</link><description>Vor einiger Zeit habe ich in einem Vortrag ein Gedicht des badischen Mundartdichters Harald Hurst (1945-2024) gehört, dass ich nicht mehr vergesse:</description><content:encoded><![CDATA[<p class="text-center">Gute Fernsicht heut:<br />Mer sieht ganz deutlich<br />mit‘m blossem Aug<br />s‘ Brett vorm Kopf. *</p><p>Da hat jemand wohl keinen Durchblick. Geht mir oft genug auch selbst so.</p><p>Aber wenn ich das Brett vor meinem Kopf erkenne, habe ich vielleicht die Chance, dass meine Sicht sich weitet.</p><p>Ostern vor 2000 Jahren scheint das geschehen zu sein:</p><p>- Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. (Mk 15,39)</p><p>- Und als er (Jesus) mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen.</p><p>Da gingen ihnen (den Emmaus-Jüngern) die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.</p><p>Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? (Lk 24,30-32)</p><p>So erkannten auch in anderen Ostergeschichten diejenigen, die nur den schrecklichen Kreuzestod Jesu vor Augen hatten als ein furchtbares Scheitern, dass er lebt und dass dieser Tod Hingabe aus Liebe war, durch die der Tod besiegt ist.</p><p>Warum sollte nicht auch mir geschenkt werden, in diesem Licht manches Leid, die immer wieder angefangenen Kriege, die Rücksichtslose Gier nach Geld und Geltung zu „durchschauen“ und eine „Fernsicht“ zu bekommen auf neues Leben, auf dass ich hoffen, für das ich mich einsetzen, das ich bezeugen kann - sogar über den Tod hinaus?</p><p>Ostern - Gute Fernsicht heut!</p><p>* Für die richtige Verschriftlichung des gehörten Gedichtes kann ich nicht garantieren.</p><p><em>P. Jakob Olschewski OSA</em></p>

]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70824</guid><pubDate>Sun, 01 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate><title>Aller guten Dinge…</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/aller-guten-dinge/</link><description>Bekanntlich ist der März der dritte von den zwölf Kindern und vier Zeiten eines Jahres. Seine 31 Tage fallen in diesem Jahr alle in die besondere Zeit der Vorbereitung und Erneuerung auf Ostern hin, die wir gewöhnlich Fastenzeit nennen. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Mit Fasten verbinden viele Menschen den bewussten Verzicht auf bestimmte Genussmittel wie Alkohol oder Süßes, um dadurch auch ein paar Kilo abzunehmen.</p><p>Heil-fasten hat heute einen hohen Stellenwert.</p><p>Das Wort „Buße“ ist dagegen oft eher negativ besetzt und wird oft mit „asketischer Peitschenknallerei“ verbunden.</p><p>Dabei bedeutet „Askese“ wörtlich übersetzt einfach „Übung“ und meint das Ein- und Ausüben bestimmter Haltungen.</p><p>Das beginnt beim tiefen bewussten Ein- und Ausatmen.</p><p>Das kann bedeuten, ich achte auf all das, was mir gerade heute zu Ohren kommt an Klängen und Geräuschen, angefangen bei den Vogelstimmen am frühen Morgen bis zum Gelächter oder den Schreien der Kinder, das Säuseln des Windes, das Plätschern des Wassers, das Knistern des Feuers.</p><p>Ich nehme wahr, welche Bilder und Eindrücke meine Augen berühren, die bunten Lichtblicke im Alltags-grau, die farbenfrohen Bilder der allmählich erwachenden Natur, die Knospen an den kahlen Ästen, das blühende Leben der Kroküsse und Schneeglöckchen.</p><p>Wenn ich das Wort „Buße“ von „ Besserung“ ableite, dann soll es mir durch solche Übungen besser gehen an Leib und Seele. Wer sich am Abend eines Tages - bei einer Art innerer Tagesschau - an die drei besten Momente eines Tages erinnert und sie notiert, hat Ende März 93 gute Gründe zur Freude und zum Staunen, zum Loben und Danken. Was ist das für eine Verbesserung der eigenen Lebensqualität! In diesem Sinne wünsche ich ein fröhliches und ganzheitliches Fasten beim geduldigen, wiederholten Ein- und Ausüben.</p><p><em>Paul Weismantel</em></p>


]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70186</guid><pubDate>Sun, 01 Feb 2026 00:00:00 +0100</pubDate><title>Wir tragen viele Masken</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/wir-tragen-viele-masken/</link><description>In diesen Tagen erfährt die &quot;Närrische Zeit&quot; ihren Höhepunkt. Wie schön ist es, wenigstens für ein paar Stunden in andere Rollen zu schlüpfen und auch einmal Masken aufzusetzen. </description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height:100%">Wer und was möchte ich gerne einmal sein? Welche Rolle möchte ich wenigsten für ein paar Stunden einmal einnehmen? Manche machen sich ein Spiel daraus, nicht gleich erkannt zu werden. Für manche ist die Verkleidung eine &quot;Schutz-Maske&quot;, fast so wie wir sie aus der Coronazeit vor 5 Jahren kennen.</span></p><p>Wahrscheinlich tragen wir alle im Alltag innere und äußere „Schutz-Masken“. Es gibt verschiedenste Anlässe und Gründe dafür. Einer ist vielleicht, die eigenen Schwächen zu verstecken. Wir sind es gewohnt, die kleinsten Fehler und Schwächen unserer Mitmenschen zu sehen, aber wollen gleichzeitig vermeiden, dass man unsere eigenen bemerkt. Darum brauchen wir diese Masken in unterschiedlicher Form – nicht nur im Fasching: Masken der Höflichkeit, der äußeren Freundlichkeit, der Fröhlichkeit, der Überlegenheit, der Überheblichkeit, des Stolzes, der Demut... Wir entscheiden uns meistens selbst, solche Masken zu tragen: Sie dienen dazu, unser Selbstbild zum Ausdruck zu bringen, wie wir uns gerne anderen präsentieren. Dabei stimmen die innere Befindlichkeit und das Äußere nicht immer überein.</p><p>Unsere Masken abzulegen, sich manches abzuschminken, das unsere kleineren und größeren Fehler und Schwächen verdeckt oder verbirgt, ist eine ständige Herausforderung. Unser Gegen-über durchschaut unsere Maske oft eher als wir es selbst tun. Und gerade dort, wo andere unsere je eigenen kleineren und größeren Fehler und Schwächen nicht sehen, da sollten wir selbst sie uns ehrlich eingestehen. Auch wenn wir uns dann ohne Masken und Schminke vielleicht manchmal traurig, verletzlich und armselig fühlen, dürfen wir den Mut haben, diese eigene Armseligkeit im Blick auf Ostern ehrlich anzusehen und auszuhalten.</p><p>Die Fastenzeit lädt uns wieder dazu ein, viele Masken vertrauensvoll abzulegen, weil wir sie vor Gott und vor den Menschen, die uns nahestehen, nicht brauchen. Solche inneren und äußeren Masken abzulegen, ermöglicht einen weiten, freien, ehrlichen Blick auf uns selbst und auf die Menschen um uns herum. Wenn wir mehr mit Augen und Ohren des Herzens aufeinander achtgeben, dann fällt es uns leichter, nachsichtig mit unseren Fehlern und Schwächen und der unserer Mitmenschen umzugehen – das wünsche ich besonders in der Fastenzeit.<br />&nbsp;</p><p><i>Holger Oberle-Wiesli</i></p>


]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69402</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate><title>„Hab Mut, steh auf!“ | Ein Wort für das Neue Jahr</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/hab-mut-steh-auf-ein-wort-fuer-das-neue-jahr/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height:100%">Jedes Jahr suche ich nach einem Leitwort, das mich begleiten kann. Meist findet mich das Wort in den ersten Tagen des Jahres, wenn ich mir Zeit nehme zum Lesen der Weihnachtsbriefe und guten Wünsche zum Jahreswechsel. Manchmal dauert es, bis ein Wort ankommt und in mir klingt.</span></p><p><span style="line-height:100%">Das Motto des Katholikentages 2026 in Würzburg ist ein biblisches Wort (Mk 10,49b): <b>„Hab Mut, steh auf!“</b></span></p><p><span style="line-height:100%">Die Jünger Jesu sind zuerst unmutig und abweisend. Das unüberhörbare Rufen des Blinden stört. Sie werden von Jesus korrigiert. Er bittet sie: Ruft ihn her. Sie gehorchen. In Jesu Namen rufen sie: <b>„Hab Mut, steh auf!“ </b></span></p><p><span style="line-height:100%">Mutmachworte, die aus der Enge von Blindheit, Abhängigkeit und Armut herausrufen. Sie machen nur Sinn, wenn da auch jemand ist, der mich hört und an meine größeren Möglichkeiten glaubt. Das ahnt der Blinde bei Jesus, reißt sich den alten Mantel vom Leib und geht blindlings auf Jesus zu.</span></p><p><span style="line-height:100%">„<b>Hab Mut, steh auf!“ </b></span></p><p><span style="line-height:100%">Ein Wort für 2026, das meine Trotzkraft (Christina Brudereck) weckt.</span></p><p><span style="line-height:100%">Es ist gut und richtig für sich und andere in der Not das Wort zu ergreifen, auch wenn es stört. Denn Störungen haben Vorrang.</span></p><p><span style="line-height:100%">„<b>Hab Mut, steh auf!“ </b></span></p><p><span style="line-height:100%">Gabriele Saft, Pastoralreferentin, Geistliche Begleiterin</span></p>

]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-68780</guid><pubDate>Mon, 01 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate><title>„Beim Wort genommen“ für den Monat Dezember 2025 </title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/beim-wort-genommen-fuer-den-monat-dezember-2025/</link><description>Pilger der Hoffnung

So ist das Heilige Jahr überschrieben, das sich langsam seinem Ende zuneigt. Manch einer kann dieses Wort, diese Aufforderung vielleicht gar nicht mehr hören, weil es sehr oft zu hören war.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p lang="de-DE" class="western">Pilger der Hoffnung</p><p>So ist das Heilige Jahr überschrieben, das sich langsam seinem Ende zuneigt. Manch einer kann dieses Wort, diese Aufforderung vielleicht gar nicht mehr hören, weil es sehr oft zu hören war. Zudem ist die Wirklichkeit unserer derzeitigen Situation in Gesellschaft und Welt und auch in der Kirche alles andere als hoffnungsvoll.</p><p>Trotzdem lädt uns die Kirche gerade im Advent ein, uns neu auszurichten auf den, der kommen wird. Uns gilt die Zusage, dass er nicht ausbleibt, um uns zu retten in den Nöten unseres Lebens. Und wir machen uns wieder auf den Weg, zünden ein Licht an, damit es die Nacht erhellt. Wir setzen dieses Zeichen immer neu, weil wir die Hoffnung eben nicht aufgegeben haben.</p><p>Wir zünden auch nicht nur ein Licht an, dem sich Woche für Woche ein weiteres Licht zugesellt. Wir machen uns auch auf den Weg, dieses Licht zu den Menschen zu bringen in unserer Umgebung. Es sind Hoffnungszeichen für uns selbst, dass wir nicht aufgegeben haben. Es sind Hoffnungszeichen für die Menschen, denen wir diese Lichtzeichen bringen, dass nicht alles am Ende ist.</p><p>Wir können die Welt und unsere Gesellschaft insgesamt nicht ändern, so, dass alles zum Guten führt. Und doch können wir in kleinen Schritten Lichter anzünden und so die „Halle der Welt“ mit Licht erfüllen. In einer Geschichte wird erzählt, dass ein König überlegte, welchen seiner beiden Söhne er als Nachfolger wählen könne. Er gab beiden fünf Silberstücke mit dem Auftrag, die große Halle bis zum Abend zu füllen. Der ältere Sohn ging aufs Land, sah Arbeiter bei der Zuckerrohrernte. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos herum. Er wurde mit den Arbeitern einig, das nutzlose Zeug in die Halle zu bringen. Als die Halle gefüllt war, zeigte er sein Ergebnis stolz dem Vater. Später am Tag kam der jüngere Sohn zurück, bat den Vater, die Halle wieder zu leeren, und stellte in die Mitte der Halle eine Kerze, zündete sie an. Ihr Schein füllte die Halle bis in die letzte Ecke hinein. Der Vater macht ihn zu seinem Nachfolger, da er mit weniger als einem Silberstück die Halle mit Licht gefüllt hatte. „Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen“, sagte der König zu seinem jüngeren Sohn.</p><p>In dieser Spur dürfen wir unterwegs sein als Pilger der Hoffnung</p><p>Werner Vollmuth</p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-68366</guid><pubDate>Sat, 01 Nov 2025 00:01:00 +0100</pubDate><title>„Beim Wort genommen“ für den Monat November 2025</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/beim-wort-genommen-fuer-den-monat-november-2025/</link><description>1) Wo ist Jesus, mein Verlangen,
mein Geliebter und mein Freund?
Wo ist er denn hingegangen?
Wo mag er zu finden sein?
Meine Seel ist sehr betrübet,
mit viel Sünden abgematt&#039;t;
wo ist Jesus, den sie liebet?
Den begehrt sie Tag und Nacht.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p>Mit barocker Dichtung kann ich eigentlich nicht viel anfangen - ähnlich wie mit barocker Architektur.<br />Alles zu gewunden, zu übertrieben.</p><p><em>2) Ach! ich ruf vor Angst und Schmerzen:<br />Wo ist denn mein Jesus hin?<br />Kein Ruh ist in meinem Herzen<br />so lang, bis ich bei ihm bin.<br />Ach! wer gibt mir Taubenflügel,<br />dass ich kann zu jeder Frist<br />fliegen über Berg und Hügel,<br />suchen, wo mein Jesus ist?</em></p><p>Ludmilla Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt (1640-1672), von der dieses Lied stammt, galt lange als die „unbestreitbar größte und originellste Dichterin der evangelischen Kirche“ (Traugott Löschke, 1872).</p><p>Ihre 206 geistlichen Lieder sind Ausdruck ihres tiefen Glaubens, ihrer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus und ihres persönlichen Zugangs zur Bibel.<br />Heute sind sie in fast keinem Gesangbuch mehr zu finden.</p><p><em>3) Er vertreibet Angst und Schmerzen,<br />er vertreibet Sünd und Tod,<br />wenn sie quälen in dem Herzen;<br />er hilft jedem aus der Not!<br />Darum will ich nicht nachlassen,<br />will bald laufen hin und her;<br />auf den Feldern, auf den Straßen<br />will ich suchen mehr und mehr.</em></p><p>Es sind Worte aus einer anderen Zeit und aus einer lange vergangenen Lebens- und Glaubenshaltung.<br />Doch sie faszinieren mich. Denn es kommt etwas zur Sprache, was ich bei mir selbst mehr und mehr als Fehlstelle erfahre:<br />Dieser unglaubliche Mut, Glauben und Gottesbeziehung nicht nur mit dem Verstand, sondern mit dem Gefühl zu verbinden.</p><p><em>4) Liebster Jesu! Lass dich finden,<br />meine Seele schreit in mir,<br />tu ihr mit den Augen winken,<br />lass sie eilends sein bei dir!<br />Ach, lass mich die Gnad erlangen,<br />allerliebster Jesu mein,<br />und nimm meine Seel gefangen,<br />lass sie ewig bei dir sein.</em></p><p>Trotzdem gleitet die Dichterin nicht ab in Gefühlsduselei.<br />Davor bewahrt sie der biblischen Bezug, wie in dem hier abgedruckten Lied, das sich eindeutig auf das Hohelied bezieht.<br />Sie weiß, dass es auch andere Lebensentwürfe und dass es Sorgen und Nöte gibt.<br />Dass sie sich für Jesus entscheidet, bleibt ihre eigene Glaubensentscheidung, die sie als Geschenk Gottes begreift.<br />Und dieses Geschenk weckt in ihr die Liebe zu Gott.</p><p><em>5) Ach! Ich sterb vor lauter Freuden,<br />ich find Jesum, meinen Schatz;<br />alle Weltlust will ich meiden,<br />bei ihm will ich finden Platz.<br />Nunmehr soll mich nichts betrüben,<br />was mich vor betrübet hat;<br />nichts als Jesum will ich lieben,<br />den mein Seel gefunden hat.</em></p><p>Gerade heute, wo in mir von allen Seiten Angst- und Schuldgefühle geweckt werden - Klimawandel, Kriegsgefahr, Wirtschaftskrise, Missbrauchsskandal usw. - bis hin zur Infragestellung der eigenen Existenz als Mensch und Christ, spüre ich, wie mir ein solcher Text wieder Mut macht und Kraft gibt zu glauben, dass es einen Gott gibt, liebend und liebenswert, sich mir zuwendend, so dass es sich lohnt, weiter zu leben, zu handeln und zu vertrauen - und zu lieben.</p><p>Also werde ich das Lied auswendig lernen, um es meinem persönlichen Gebeten hinzu zu fügen.</p><p><em>6) Liebster Jesu! Meine Freude,<br />meiner Seelen schönste Zier!<br />Du bist meines Herzens Weide,<br />mich verlangt ja stets nach dir.<br />Mein Herz, Sinnen und Gedanken<br />sollen dir ergeben sein;<br />lass mich nimmer von dir wanken,<br />du sollst ewig bleiben mein.</em></p><p>P. Jakob Olschewski OSA</p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-67793</guid><pubDate>Wed, 01 Oct 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>Vom guten Geschmack und Duft des DANKENS...</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/vom-guten-geschmack-und-duft-des-dankens/</link><description>Zum Auftakt des goldenen Oktober gehört das Ernte-dank-fest. Mit Kraut und Rüben, Zwetschgen und Zwiebeln, Kräutern und Gewürzen, Äpfel und Birnen, Kürbis und Kartoffeln, Lauch und Speck, Brot und Wein werden die Altäre in unseren Kirchen geschmückt. Da kann einem wirklich das Wasser im Mund zusammenlaufen und die Duftnote die Nase hinaufsteigen.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p class="western">An der bunten Vielfalt von Obst und Gemüse kann sich das Herz ebenso erfreuen wie am Wein und am Brot. Bei ihrem Anblick kann man Staunen lernen und auf den guten Geschmack des Dankens kommen.</p><p>Wer denkt, dankt, weil all das wahrlich nicht selbstverständlich ist.</p><p>Ausgehend von den Erntegaben kann ich mich an so viele weitere Geschenke im Leben erinnern, für die ich allen Grund zum Danken habe. So kann ich einfach mal wieder DANKE - SCHÖN sagen…</p><p>… für die täglichen Frühaufsteher bei der Bahn und in den Bäckereien, bei der Müllabfuhr und in den Krankenhäusern</p><p>… für all jene, die am frühen Morgen aus der Nachtschicht kommen und gearbeitet haben, während ich schlief</p><p>… für die Schwestern und Brüder in den Klöstern, die durch ihr Dasein die Frage nach Gott wach halten und mit ihrem Gebet ein Segen sind für die Welt</p><p>… für die Leute bei den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und Polizei, in Selbsthilfegruppen und bei der Notfallseelsorge</p><p>… für die Ehrenamtlichen in der Jugend- und Seniorenarbeit, beim Klimaschutz, für Respekt und Toleranz, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung</p><p>Denn im Danken da liegt Segen und heilsame Kraft.</p><p>Paul Weismantel</p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66903</guid><pubDate>Mon, 01 Sep 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>Wachsen und Reifen</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/wachsen-und-reifen/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p><span style="line-height:100%">Der September ist ein Monat des Übergangs, des Wandels. Der Sommer franst aus, der Herbst zeigt sich in zarten Nuancen. Die Tage werden kürzer und kühler, die Sonne hat schon deutlich weniger Kraft, das Licht verändert sich, erste Nebelschwaden hängen morgens in den Wiesen.</span></p><p><span style="line-height:100%">Weintrauben stehen im vollen Saft, Walnüsse fallen von den Bäumen, Äpfel, Zwetschgen und Birnen wollen geerntet werden.</span></p><p><span style="line-height:100%">Nach dem Frühling und Sommer ist im Herbst die Zeit der Ernte gekommen, ein ewiger Kreislauf der Jahreszeiten. Blühen, Wachsen und Reifen, Früchte tragen, Ruhen und neue Kraft sammeln.</span></p><p><span style="line-height:100%">Dies alles geschieht ohne menschliches Zutun, einfach so. Wie erstaunlich und wunderbar, wenn aus einem kleinen Samen der erste grüne Spross treibt, sich entwickelt, wächst und Früchte trägt.</span></p><p><span style="line-height:100%">Der Blick in die Natur macht bewusst, dass jedes Leben auf dieser Welt sich unaufhörlich wandelt. Auch der Mensch lebt in der Blüte seiner Jugend, wächst innerlich und äußerlich, reift durch seine Lebenserfahrung, trägt Früchte und darf seine Lebensernte einfahren. In aller Vielfalt und Unterschiedlichkeit.</span></p><p><span style="line-height:100%">Ein Bild vom Wachsen und Reifen ist im Psalm 52,10 zu finden: Der Mensch darf wachsen und gedeihen wie ein Ölbaum, der im Schutz von Gottes Haus grünt.</span></p><p><span style="line-height:100%">Und so kann ich mich heute fragen:</span></p><p><span style="line-height:100%">An welcher Stelle meines Lebens stehe ich? Was blüht in mir? An welcher Stelle merke ich, dass etwas heranreift, wächst und gedeiht? Kann ich schon von Früchten kosten? Oder brauche ich gerade Ruhe, um neue Kräfte zu sammeln?</span></p><p><span style="line-height:100%">Bei allem Wandel und aller Veränderung ist Gott der, der bleibt, der da ist und Halt gibt, denn, so heißt es weiter im Psalm: Für alle Zeiten darf sich der Mensch geborgen wissen, weil Gott ihm gnädig ist.</span></p><p><em>Elke Wallrapp<br />Pastoralreferentin im Referat Geistliches Leben, Personalseelsorge</em></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66492</guid><pubDate>Fri, 01 Aug 2025 11:51:00 +0200</pubDate><title>Bis ans Ende der Welt möchte ich gehen</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/bis-ans-ende-der-welt-moechte-ich-gehen/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p>Seit vielen Jahren bin ich mit einer Gruppe aus meiner Gemeinde als Pilger auf Jakobs-weg unterwegs. In diesem Jahr werden wir, so Gott will, an unserem Ziel in Santiago ankommen und dann noch weitergehen bis zum Kap Finisterre. Vom Aufbruch von Zuhause, bis zum Ziel, liegen fast 3000 km zu Fuß. Damit verbunden sind unzählige Begegnungen, Bilder von Landschaften, die ich im Herzen trage. Überraschungen, Anstrengung, viel Schweiß, erfüllende spirituelle Momente, das gemeinsame Singen, die Erfahrung von Gastfreundschaft, das Kennenlernen von Kulturen und Sprachen, wunderbare Begegnungen, Lebensgeschichten die mich begleiten, das Pilgern auf uralten Wegen, das Rasten in Kapellen, Kirchen und Klöstern. Vor allem aber ganz viel Dankbarkeit.</p><p>Am Ziel unserer Pilgerreise erwartet uns der Atlantik, das Ende der Welt, wie es die Pilger früherer Zeiten nannten. Dort möchte ich den letzten Winkel erforschen, auf die äußersten Klippen klettern, auf den letzten Vorsprung mich wagen, unter mir nur noch Gischt und schäumende Brandung.<br />In der Ferne - soweit das Auge reicht – sieht man nur noch endlose Weite, zerfließend am Rande des Horizonts. Aber dann - was kommt dahinter? Wie geht es weiter dort, wo ich nicht mehr hinblicken kann?</p><p>Die Pilger früherer Zeiten taten sich leicht in ihrer Art zu glauben, indem sie einfach die Augen schlossen und vom Meer her die Ahnung des Jenseits in sich einsogen, von der Seite Gottes her, die uns heute nicht fremd sein darf. Für die Pilger und Pilgerinnen war dies früher der Umkehrpunkt. Sie machten sich wieder zurück auf dem beschwerlichen Weg nach Hause in ihren Alltag. Sie gingen verändert heim und sahen ihren Weg und ihr Leben jetzt mit anderen Augen.</p><p>Wir alle machen Pilgererfahrungen in unserem Leben. Ich wünsche uns, dass auch wir immer wieder verändert zurück kehren und erfahren dürfen was es heißt, Pilger oder Pilgerin der Hoffnung zu sein.</p><p>Holger Oberle-Wiesli</p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66351</guid><pubDate>Tue, 01 Jul 2025 11:51:00 +0200</pubDate><title>Sommerlobpreis?</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/sommerlobpreis/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p>Menschen, denen beim Blick auf Wetter und Klima angst und bang wird, kann ich gut verstehen. Ich bin selber einer von ihnen. Mein Bruder erzählt mir, wie seine Arbeit als Landwirt immer mehr zum Roulette wird. Saatkörner liegen wochenlang in der Erde, ohne zu keimen: Das Wasser fehlt. Mir fallen auch wieder Bilder ein, wohl aus 2022: Maisstauden sind im Sommer auf dem Acker vertrocknet.</p><p>Im Stundengebet der Kirche hat der Lobgesang der drei Jünglinge einen festen Platz. Sie singen ihr Lied im Feuerofen, wie wir im Buch Daniel lesen. Es ist ein feierlicher Lobpreis auf Gottes Größe und prägt Sätze wie diese: „Preist den HERRN, Feuer und Glut; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Preist den HERRN, Frost und Hitze; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!“ (Dan 3, 66f.)</p><p>Die Worte fordern mich heraus. Wie geht der Lobpreis auf Gottes genialen Schöpfergeist und die Schönheit seiner Werke zusammen mit meiner Besorgtheit und meinem Zweifel? Gerne möchte ich Gott eine gute Zukunft für seine Schöpfung zutrauen.</p><p>So bleibt mir meine ureigene Aufgabe als Mensch: Ich darf Gott seine Majestät und Weisheit lassen. Berührend hat die Lyrikerin Hilde Domin die geerdete Haltung ins Bild gesetzt. Mit ihren Zeilen ermutigt sie uns und legt eine Hoffnungsspur:</p><p>Nicht müde werden<br />sondern dem Wunder<br />leise<br />wie einem Vogel<br />die Hand hinhalten.</p><p><em>(Hilde Domin, Nicht müde werden. In: Sämtliche Gedichte, 2011, S. 142)</em></p><p>Karl Pöppel</p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65606</guid><pubDate>Thu, 01 May 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>Vorübergehend nicht erreichbar</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/voruebergehend-nicht-erreichbar/</link><description>Es gab einmal eine automatische Ansage „Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar.“ Sie erklang, wenn der Nutzer eines Telefons den Stecker rausgezogen hatte oder die Leitung gerade besetzt war oder ein temporäres Leitungsproblem bestand.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Vorübergehend nicht erreichbar</b></i></font><font face="Arial, sans-serif">, das ist heutzutage aus ganz unterschiedlichen Gründen unvorstellbar. Beruflich wird Erreichbarkeit verlangt. Privat will ich nicht abgehängt sein bzw. mich „lost“ fühlen. In Familien- und Freundeskreisen laufen Absprachen und Terminverschiebungen immer kurzfristiger. Das heißt, dass ich stets online bin und meine Kurznachrichten zeitnah checke. </font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Doch in Gesprächen höre ich immer öfter von der Kehrseite der Erreichbarkeit 24/7. Immer mehr Menschen aller Altersgruppen und Verantwortungsbereiche spüren, dass da etwas mit ihnen geschieht, das ihnen nicht (nur) gut tut. </font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Eine Kollegin brachte es für mich auf den Punkt: Wir Menschen sind zunehmend außengesteuert und gar nicht mehr bei uns. Grundschulkinder brauchen eine Achtsamkeitsübung, um zu sich selbst, ihrem Inneren, zu einem Herzenskontakt zu finden. Zwei junge Studentinnen erzählten mir von ihrem Experiment, eine Woche in einem geistlichen Haus ohne WLAN zu bleiben. Sie wollten einfach mal nur für sich sein. Eine Kollegin teilte uns mit: „Ich verabschiede mich für zwei Wochen ins digitale Off. Seht mir also nach, wenn Nachrichten auf sich warten lassen.“</font></span></p><p class="western"></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Andreas Knapp (Quelle: ganz knapp, echter) formuliert es so:</font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><i><b>im augenblick</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"><i> | bin ich hin und weg | uhr und handy abgelegt | zu bloßer gegenwart | aug in auge zeitvergessen | ewig schönes kinderspiel | schwereloses schweben | in der sanduhr die körner | und der innere uhrzeiger | steht auf |</i></font><font face="Arial, sans-serif"><i><b> jetzt</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"><i></i></font></span></p><p class="western"></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Das kann nicht dauernd so sein, doch es ist um meiner Selbst willen immer wieder zu üben </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>„vorübergehend nicht erreichbar“</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"><b></b></font><font face="Arial, sans-serif">um gut mit mir und Gott im </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Jetzt </b></i></font><font face="Arial, sans-serif">zu sein.</font><font face="Arial, sans-serif"><i><b></b></i></font><font face="Arial, sans-serif">Wie klingt das für Sie?</font></span></p><p class="western"></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Gabriele Saft </font></span></p><p class="western"></p><p class="western"></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65462</guid><pubDate>Thu, 01 May 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>Wann haben Sie das letzte Mal unter einem Baum gelegen?</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/wann-haben-sie-das-letzte-mal-unter-einem-baum-gelegen/</link><description>So von unten betrachtet, sind es sonderbare Gebilde: Ein mehr oder weniger dicker Stamm tritt wie zufällig aus dem Boden. Er hat einmal als kleiner Halm begonnen, ist gewachsen und immer stärker, fester und rauer geworden. Durch ihn hindurch laufen die Lebensadern, die den Baum nähren und ihn sogar weiter wachsen lassen.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p><span style="line-height:100%">Weiter oben verästelt sich der Stamm in erst eine, dann mehrere Abbiegungen, die nach oben hin immer kleiner werden. Überall sprießen kleine Blättchen und Zweige aus den größeren Ästen. Die oberste Krone ist mehr zu erahnen, als dass ich sie wirklich sehen kann.</span></p><p><span style="line-height:100%">Ich frage mich, wann der Baum wohl gepflanzt wurde? Oder ist er mehr zufällig dort gewachsen, weil ein anderer Baum Samen abwarf?</span></p><p><span style="line-height:100%">Was hat der Baum wohl schon alles gesehen? Wer hat ihn gesehen, wer hat unter ihm gelegen? Wie vielen Tieren hat er Schatten gespendet, wie viele Ameisen sind wohl auf seinem Stamm hinaufgeklettert?</span></p><p><span style="line-height:100%">Und da taucht auch die Frage auf: Wie lange wird es ihn wohl noch geben?</span></p><p><span style="line-height:100%">Bäume sind für mich der Inbegriff des Wunders der Natur, die im Frühjahr wie vorherbestellt zu blühen und zu grünen beginnt. Als ob sie sich alle absprechen würden, erwachen sie - kaum glaube ich schon nicht mehr daran, dass es je Frühling wird. Es scheint mir, als sei es schon immer so gewesen und als würde es immer so bleiben.</span></p><p><span style="line-height:100%">Doch weiß ich, so selbstverständlich ist das nicht.</span></p><p><span style="line-height:100%">Es ist doch mehr als erstaunlich, dass eine Hummel alleine durch die Schwingung ihrer Flügel die Bestäubung von Blüten ermöglicht. Oder dass ich durch den Wald laufen, die Vögel singen hören und den Bärlauch riechen kann. Oder dass nach jedem Winter ein Frühling kommt.</span></p><p><span style="line-height:100%">Für mich ist es so erstaunlich, dass ich nicht glauben kann, dass all das Zufall ist. All das gibt es in meinem Glauben, weil G:tt es so will. Alles Sein ist nicht einfach so ins Rollen gebracht worden und sich nun selbst überlassen - G:ttes Geist weht und wirkt und schafft immer neu Leben.</span></p><p><span style="line-height:100%">Dieses Wunder nehme ich so oft als selbstverständlich hin oder ärgere mich über die lästigen Seiten der Natur. Dabei ist es ein Geschenk. Ich darf und muss, und ich werde darauf Acht geben.</span></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-65501</guid><pubDate>Thu, 01 May 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>Vorstellung Elke Wallrapp</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/vorstellung-elke-wallrapp-1/</link><description>Seit Anfang Mai 2025 gehöre ich zum Team im Referat Geistliches Leben. Mein Name ist Elke Wallrapp, ich bin in Theilheim aufgewachsen, in Würzburg zur Schule gegangen und habe nach meinem Theologiestudium in Würzburg und Freiburg die Ausbildung zur Pastoralreferentin im Bistum Würzburg absolviert. </description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p><span style="line-height:100%">Nach meinem Pastoralkursjahr in Schweinfurt 2005 habe ich als Pastoralassistentin in der PG Schondra/Oberleichtersbach pastorale Erfahrungen gesammelt, habe dann mehrere Jahre an verschiedenen Schularten katholische Religion unterrichtet und war die letzten acht Jahre in der PG Saalekreuz tätig. Vorwiegend habe ich dort mit Kindern und Familien gearbeitet, im Kindergarten, in der Kinderkirche oder in der Taufkatechese und habe liturgisch mit dem Team vor Ort Einiges ausprobiert und so das „klassische“ Gottesdienstangebot ergänzt. &nbsp;<br />Jetzt freue ich mich darauf, mit dem Team im Referat Geistliches Leben vielseitige spirituelle Angebote zu entwickeln und durchzuführen. Mich treibt die Frage um, was es heute braucht und wie es gelingt, um mit Menschen in ihren Kontexten lebensnah, relevant und mutig über unseren gemeinsamen christlichen Glauben, unsere Hoffnung und Sehnsucht ins Gespräch zu kommen. &nbsp;Da bin ich selbst schon immer Suchende und freue mich über Mitsuchende und Mitgehende! Mich begleitet dabei schon lange der Satz aus dem 2. Timotheusbrief: Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.&nbsp;<br />Mit meinem Mann und unseren drei Kindern im Teenageralter wohne ich in Hammelburg. In meiner freien Zeit bin ich am liebsten in der Natur, wo ich entweder &nbsp;Ausflüge mit meinem E-Bike mache oder in der Hängematte unter dem Apfelbaum in unserem Garten lese.&nbsp;</span></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-64505</guid><pubDate>Tue, 01 Apr 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>April, April...</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/april-april-2/</link><description>Sein erster Tag wird oft mit einem Scherz verbunden; immer wieder fallen Menschen auf seine Späße herein, ob sie in der Zeitung schwarz auf weiß stehen oder einfach nur so erzählt werden; oft haben diejenigen, denen es gelungen ist, andere in den April zu schicken ihre ins Fäustchen gelachte Schadenfreude.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p class="western">Auch wettertechnisch sagt man ihm nach oder voraus, er wisse nicht, was er wolle. Geht es uns Menschen nicht auch immer wieder so, dass wir in bestimmten Situationen gar nicht so klar und deutlich sagen können, was wir eigentlich wollen und was nicht?</p><p>Wie die Frauen und Männer in den Ostergeschichten der Bibel werden auch wir nicht in den April, sondern nach „Galiläa“ geschickt; das ist der Raum und die Zeit des gewohnten Alltags. Es ist die Rückkehr in die erste Liebe, dorthin, wo die Geschichte mit Jesus angefangen hat.</p><p>Dort erwarten uns immer wieder wunderbare und unbegreifliche Überraschungen. Da können wir die Erfahrung machen, dass dieser Jesus, der am Kreuz so grausam gestorben ist lebt. Sein schreckliches Ende erweist sich als erstaunliche Wende. Aus dem peinlichen Scheitern keimt und grünt neue Hoffnung. Aus der Katastrophe wächst keine Schaden-, sondern die blühende unbändige Lebensfreude. Im Schmerz unserer Grenzen, der Trauer und des Abschieds finden wir echten und wahren Trost, keine billige Vertröstung. Im verwundeten oder zerbrochenen Herzen geschieht ein Wunder der Wandlung, so dass es wieder aufatmen, vertrauen und neu anfangen kann.</p><p>Bei all unseren Zweifeln können wir das Unglaubliche glauben, dass ER lebt, uns entgegenkommt und auf uns eingeht, uns neu aufbrechen lässt aus den Gräben der Angst und Gräbern des Todes. So hat er auch alle, die uns bereits vorausgegangen sind, heimgeführt in die vollkommen vollendete Glückseligkeit. Denn Ostern ist kein Aprilscherz, sondern der endgültige Sieg des Lebens über alle tödlichen Niederlagen.</p><p>Solche österlich überwältigende Überraschungserfahrungen wünsche ich uns zum großen Freudenfest der Auferstehung, das wir in diesem Hl. Jahr der Hoffnung am 20. April feiern.</p><p><em>Paul Weismantel</em></p><p class="western"></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-63936</guid><pubDate>Sat, 01 Mar 2025 00:01:00 +0100</pubDate><title>Loslassen befreit</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/loslassen-befreit/</link><description>Sammeln mag ich. Bewusstes Sammeln ist schon schwieriger, doch am schwierigsten ist, das Gesammelte wieder loszulassen.

Ein Blick in mein Zimmer verrät mir das. Schon wieder haben sich Stapel von Büchern und Zeitschriften angesammelt und dazu kleine Erinnerungsgegenstände und Mitbringsel aus dem letzten Urlaub. Die vielen Dinge stören mich.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p>Das „rechte Maß“, die maßvolle, rechte Unterscheidung bezeichnet der Mönchsvater Benedikt als die „Mutter aller Tugenden“. Bekannte von mir machen jeden Frühling einen „Speicher- und Keller-Ausmist-Tag“, um sich von überflüssig Angesammelten zu trennen. Diese Aktion gefällt mir. Dinge abgeben, meine „Stapel“ kleiner werden lassen, damit dann wieder Platz für Neues ist.</p><p>Die Wochen der Fastenzeit und der vor mir liegende Frühling sind dazu eine gute und passende Zeit.</p><p>Freiwillig loslassen entlastet und befreit.</p><p>Also, warum nicht?</p><p><em>Otmar Schneider</em></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-63435</guid><pubDate>Sat, 01 Feb 2025 00:01:00 +0100</pubDate><title>Sorgfalt und Ruhe - Mandelblüten von Vincent van Gogh</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/sorgfalt-und-ruhe-mandelblueten-von-vincent-van-gogh/</link><description>Mit aller Sorgfalt und Ruhe wollte er, der „Schnellmaler“ (In den letzten 70 Tagen seines Lebens schuf er 80 Gemälde und 60 Zeichnungen.) Vincent van Gogh dieses Bild malen: Die Mandelblüten. Entstanden im Februar vor 135 Jahren.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p>Es war ein Geschenk für den am 31. Januar 1890 geborenen Sohn seines Bruders Theo: Vincent Willem.</p><p>Er freute sich darüber, dass sein Neffe diesen Namen bekommen hatte und war zugleich erschrocken, weil er fürchtete, der Name könnte dem Kind kein Glück bringen. Denn Glück hat Vincent van Gogh so gut wie nie erlebt, jedenfalls keines von Dauer. Weder mit den Menschen, noch mit seiner Arbeit.</p><p>Und dann malt er dieses unglaublich zarte Bild für das neu geborene Kind. Eine große Zahl von weißlich-rosa Blüten, von der knospenden bis zur voll aufgeblühten, an alten, knorrigen und verwachsenen Ästen eines Mandelbaums vor dem blauen Frühlingshimmel.</p><p>Für mich drückt es die starke Zuversicht aus, dass aus diesen winterstarren Zweigen des alten und nicht sehr glücklichen Lebens Neues hervorbricht. Ganz zart, aber unendlich reich. Hoffnung aus einem gebrochenen Leben auf Sinn und Erfüllung in einem neuen.</p><p>Es ist ein Meditationsbild. Die plastisch wirkenden, aus dem Bild heraus wachsenden Äste. Die vielen kleinen Blüten, die ich nach und nach betrachte. Und ich stelle mir vor, wie der Maler sie ebenso meditativ Blüte für Blüte hat wachsen lassen aus dem wie tot wirkenden Geäst.</p><p>Am Beginn diese Monats denken wir im Fest der Darstellung des Herrn noch einmal an das kleine Kind, das zu unserem Heil geboren wurde und die Hoffnung der ganzen Welt in sich trägt: den Gottes-und Menschensohn.</p><p>Diese Hoffnung möchte ich mitnehmen aus einer Weihnachtszeit, die von schlimmen Ereignissen überschattet war, in einen Monat hinein, der uns Veränderungen in unserer Politik und unserer Gesellschaft bringen kann, auf die ich mit Sorge schaue.</p><p>Diese Zuversicht wollte der große Vincent dem kleinen Vincent Willem mitgeben. Das Baby soll übrigens das Bild nach Auskunft der Mutter geliebt und immer wieder angeschaut haben. Vielleicht gilt diese Zuversicht auch mir und Ihnen!</p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-62423</guid><pubDate>Wed, 01 Jan 2025 00:01:00 +0100</pubDate><title>Neu anfangen</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/neu-anfangen-2/</link><description>​​​​​​​In einem Buch, das ich derzeit lese (Monas Augen von Thomas Schlesser), heißt es an einer Stelle in Bezug auf eine Silvesterfeier: „Schließlich feierte man, dass die Welt immer wieder neue Kraft schöpfen und von neuem beginnen konnte.“ So hatte ich Silvester noch nie empfunden. Für mich ist der Jahreswechsel im Grunde nicht so wesentlich. </description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p lang="de-DE" class="western">Und doch klang dieser Satz verlockend und anregend für mich. Wäre doch schön, wenn uns das immer wieder neu bewusst würde. Wenn wir nicht nur als einzelne mit mehr oder weniger guten Vorsätzen in das neue Jahr hineingingen. Wo wir doch wissen, wie schnell die wieder vergessen und vom Alltag verschluckt sind.</p><p lang="de-DE" class="western"><span style="line-height:100%">Im Computer gibt es die Reset-Taste für einen Neustart, wenn gar nichts mehr geht. Und wenn nun in der Welt alles drunter und drüber geht, täte uns solch eine Taste auch gut. Nur gibt es sie nicht. Und gegen die Mächtigen haben wir halt keine Chance.</span></p><p lang="de-DE" class="western"><span style="line-height:100%">Darum die Hände in den Schoß zu legen und alles einfach laufen zu lassen wie es läuft, kann freilich auch nicht die Lösung sein. Sind wir also doch wieder auf uns selbst geworfen und können nur da von einem Neuanfang träumen?</span></p><p lang="de-DE" class="western"><span style="line-height:100%">Damit es nicht nur beim Träumen bleibt, nutzen wir besser die Chance, die uns von Gott her zugesagt ist. Er lässt uns nicht allein, sein Wort ermutigt uns, dass wir uns der Wirklichkeit stellen und nach Wegen Ausschau halten, die uns voranbringen. Sein Wort ermutigt uns auch, nach Anderen Ausschau zu halten, die sich mit uns auf den Weg machen und mit uns zusammen unterwegs bleiben.</span></p><p lang="de-DE" class="western"><span style="line-height:100%">Ein neues Jahr kann uns daran erinnern, wie wichtig es ist, innezuhalten, Altes zurück zu lassen und einen Neustart zu wagen. Aber nicht nur der Jahreswechsel ist dafür eine Einladung an jede und jeden einzelnen. Gott ermutigt uns immer wieder neu dazu, wo wir uns Zeit nehmen für einen Besinnungstag oder auch mal wieder für Exerzitien. Dann können wir gerade in diesem Heiligen Jahr zu Pilgern der Hoffnung werden. Dazu lädt uns ja auch Papst Franziskus konkret ein.</span></p><p lang="de-DE" class="western"><em><span style="line-height:100%">Werner Vollmuth</span></em></p><p lang="de-DE" class="western"></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-62412</guid><pubDate>Sun, 01 Dec 2024 00:01:00 +0100</pubDate><title>Hoffnungsschimmern</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/hoffnungsschimmern/</link><description>Sehnsüchtig halte ich meine Nasenspitze in die späte Herbstsonne. Sie wärmt mein Gesicht und schickt ihre Strahlen durch meine geschlossenen Augenlider. Dieser kleine Augenblick in der Mittagszeit lässt mich aufatmen.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p><span style="line-height:100%">Gerade ist es nicht nur die Jahreszeit, die die Dunkelheit in mir größer macht. Es sind Gesichter von Kindern aus dem Nahen Osten in den Nachrichten, der mir zugewandte Rücken eines obdachlosen Menschen, der in mehrere Schlafsäcke gewickelt in der Domstraße liegt, die Aussicht auf Neuwahlen und gesellschaftliche Erdbeben im nächsten Jahr. Es wird dunkler und es wird mir kalt Anfang Dezember - besonders in diesem Jahr.</span></p><p><span style="line-height:100%">Widersinnig scheint da der Advent: Wenn die Dunkelheit am schwärzesten, die Hoffnungslosigkeit am größten ist, bereiten wir uns darauf vor, dass (uns) ein Licht aufgeht. Wir warten auf den, der kommt, auf den „Immanuel“, der uns verspricht, dass jemand, dass Gott immer bei uns ist.</span></p><p><span style="line-height:100%">Oft fällt es mir nicht leicht, diesen Beistand zu spüren, wenn ich in der Dunkelheit gefangen bin. Mein Glaube fordert mich heraus, wenn ich auf ein tröstendes Wort hoffe und da nur Stille ist und Nacht.</span></p><p><span style="line-height:100%">Doch manchmal schafft es ein Sonnenstrahl, mir ein wärmendes Gefühl zu geben. Oder ein lächelnder Mensch. Oder eine feste Umarmung. Und damit die Gewissheit, dass es wieder heller werden wird.</span></p><p><span style="line-height:100%">Worauf warte ich sehnsüchtig?<br />Was ist mein Hoffnungsschimmer?<br />Wie kann ich für andere ein Licht sein?</span></p><p><em>Katharina Leniger</em></p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-61959</guid><pubDate>Fri, 01 Nov 2024 00:01:00 +0100</pubDate><title>Beeindruckend</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/beeindruckend/</link><description>Vor Beginn des Requiems steht der Ehemann der verstorbenen Frau am Eingang der Kirche. Sie sind in den vergangenen Monaten einen schweren Weg treu und mutig miteinander gegangen. Meine stumme Umarmung beantwortet er mit dem Satz: „Verstehen kann man das nicht. Das kann man nur tragen.“</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p><br />Ein anderes Ehepaar, bei dem ich regelmäßig zu Gast sein durfte, hat mich durch seinen aufmerksamen, liebevollen Umgang tief beeindruckt. Nun erreicht mich eine Traueranzeige. Der Mann ist verstorben. Starke Worte geben ein Zeugnis vom gemeinsamen Leben und Glauben: „Ich löse mich aus der Umarmung meiner Lieben und lasse mich von der Liebe Gottes umfangen.“</p><p>Jesus hängt am Kreuz und hat laut Bericht der Evangelisten noch Auge und Ohr für die Menschen um ihn. Er beantwortet die Bitte eines mit ihm gekreuzigten Mannes mit einem Versprechen: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Lk 23,43</p><p>Der Monat November gibt Anlass dazu, sich an die Abschiede seit dem letzten November zu erinnern. Wen habe ich begleitet? Was habe ich miterlebt? Erinnere ich beeindruckende Worte oder Szenen? Vielleicht habe ich ja eine Ahnung vom Leben und Lieben ohne Ende mitbekommen. Eine Ahnung, die mich nachhaltig beeindruckt und ermutigt, so wie mich die obenstehenden Zitate.&nbsp;</p><p>Gabriele Saft</p></div>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-61502</guid><pubDate>Tue, 01 Oct 2024 11:51:00 +0200</pubDate><title>Staunenswert</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/staunenswert/</link><description>Den Oktober verbinden viele mit der goldenen Farbe. Das milde Licht, das uns diese Tage bescheren können, fasziniert mich immer wieder.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p>Im Herbst nimmt der Sonnenstand weiter ab, ihr Licht fällt dadurch in einem flacheren Winkel auf die Erde. So verändert sich die Lichtbrechung und die „kalten“ Anteile werden weitgehend herausgefiltert. Für unser Auge bleibt vor allem das langwellige rote und orange Licht, das uns die Landschaft weich und golden zeichnet.</p></div><div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"></div><div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"><p>Freilich kommt das Finale noch dazu, das Bäume und Büsche hinlegen: Sie scheinen in Flammen zu stehen und leuchten in beeindruckender Buntheit. Für dieses Farbenfest lese ich eine Erklärung, die mich staunen lässt: Die Farben sind das ganze Jahr über längst im Blatt, wir sehen sie nur nicht! Vor der Winterpause fahren die Bäume die Fotosynthese zurück und bauen das Blattgrün ab. Dadurch werden für uns die Pigmente sichtbar, die vorher vom Blattgrün verdeckt waren.</p></div><div class="western" style="margin-top: 4px; margin-bottom: 4px;"></div><div><p>Wir tun gut daran, das Staunen zu pflegen. Vor vielen, vielen Jahren schon war jemand davon ergriffen und wendete diese tiefe innere Wahrnehmung in einen Lobpreis: „Wie zahlreich sind deine Werke, Herr, sie alle hast du mit Weisheit gemacht ...“ (Ps 104,24).</p></div><p><span style="font-variant:normal"><span style="font-style:normal"><span style="font-weight:normal"><span style="text-decoration:none"><font color="#000000"><font face="Segoe Print"><span style="font-size:11pt">Karl Pöppel</span></font></font></span></span></span></span></p>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-61073</guid><pubDate>Sun, 01 Sep 2024 00:01:00 +0200</pubDate><title>Wildblumen</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/wildblumen/</link><description>​​​​​​​Im Frühsommer dieses Jahres fiel mir ein Päckchen mit Samen von „Wildblumen“ in die Hände. Dieses war als Beilage einer Zeitschrift zugefügt - verbunden mit der Bitte, die Samen doch an einer passenden Stelle auszusäen.</description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height:100%">Zunächst war ich etwas unsicher und zögerlich, diesem Vorschlag nachzugehen. Dann entschloss ich mich, die Samen an einem bestimmten Platz in die Erde zu setzen. Die Stelle befand sich auf der Wegstrecke zu meiner Arbeit und war zu dieser Zeit mit frischer Erde bedeckt. Gespannt verfolgte ich immer wieder in den darauffolgenden Wochen, ob sich an dieser „meiner Stelle“ etwas an wachsenden Sprösslingen zeigen würde. Und tatsächlich:</span></p><p><span style="line-height:100%">Durch den reichen Regen begünstigt zeigte sich auf einmal zaghaft, dann immer deutlicher und schließlich blühend ein kleiner Teppich mit mir fremden bunten Wildblumen!</span></p><p><span style="line-height:100%">Mich erinnert meine Wildblumengeschichte an das kleine Senfkorn, das ein Mann in seinen Acker säte (vgl. Mt 13,31-32). Aus diesem kleinen Senfkorn wuchs ein Baum, in dessen Zweigen sogar Vögel nisten konnten. War nicht auch im Samen meiner Wildblumen schon die ganze Blüte und Fülle im Verborgenen da!</span></p><p><span style="line-height:100%">Ja, manchmal braucht es wohl den richtigen Kairos, den rechten Augenblick, um etwas Neues und Unbekanntes auszuprobieren. Dazu gehört auch die Suche nach dem rechten Ort. Und auch das braucht es wohl: Ein Vertrauen, dass da etwas unerwartet kommt und sich mir zeigen will, auch wenn ich es noch nicht erkenne</span></p><p><em>Otmar Schneider</em></p>]]></content:encoded><category>Referat Geistliches Leben</category><category>Nachrichten</category><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-60734</guid><pubDate>Thu, 01 Aug 2024 00:01:00 +0200</pubDate><title>Schöne Aussichten | Schöne Stunden | Schöne Worte</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/schoene-aussichten-schoene-stunden-schoene-worte/</link><description>„Schön ist es, Gott zu loben“ lautet im Psalm 147 der erste Vers.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Das kleine Wort „</font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>schön</b></i></font><font face="Arial, sans-serif">“ kommt vielfach in der Heiligen Schrift vor. Oft bezieht es sich auf den Menschen und seine Gestalt. Doch in allen Beispielen schwingen die </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Schönheit</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"> Gottes und seine Freude an der </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Schönheit</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"> mit.</font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Die Sommerzeit lässt viele durch freie Stunden das </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Schöne</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"> wieder neu entdecken. Selbst wenn ich nicht frei habe, so läuft das Leben in den Urlaubswochen doch mit einem anderen Grundgefühl. </font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Im Juli habe ich das Theaterstück „All das </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Schöne</b></i></font><font face="Arial, sans-serif">“ beeindruckend gespielt, gesprochen, getanzt und gesungen von einer jungen Frau erleben dürfen. Dabei sind der Anlass für den Blick auf „All das </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Schöne</b></i></font><font face="Arial, sans-serif">“ Depression und Suizidgedanken. Mit unermüdlichem Einsatz beginnt die Tochter der Betroffenen eine Liste mit allem, was auf der Welt </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>schön</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"> ist, zu schreiben. Sage und schreibe eine Million Gründe hat sie am Ende, nach 90 Minuten leidenschaftlichem Spiel, gefunden und gelistet. All das </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Schöne</b></i></font><font face="Arial, sans-serif">, das das Leben lebenswert macht von Eiscreme bis Wasserschlachten, von Liebeserklärung bis Vergeben, von Mutprobe bis Lachanfall, und, und, und. </font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Könnte das nicht eine Sommerübung für uns sein? </font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Für mich persönlich ist das eine </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>schöne</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"> Aussicht, in </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>schönen</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"> Stunden </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>schöne</b></i></font><font face="Arial, sans-serif"> Worte zu listen. Vielleicht begegnen sie mir ja auch im Gebet, in der Bibel und in der Stille eines Sommerabends, wo auch immer ich sein werde. Ein leeres Blatt liegt schon bereit. Ich glaube, dass das Gott freuen wird. Und mich auch. „All das </font><font face="Arial, sans-serif"><i><b>Schöne</b></i></font><font face="Arial, sans-serif">“. </font></span></p><p class="western"><em><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Gabriele Saft, Pastoralreferentin in der Personalseelsorge</font></span></em></p>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-60195</guid><pubDate>Sat, 01 Jun 2024 00:01:00 +0200</pubDate><title>Sommerklumpen</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/sommerklumpen/</link><description>Mit dem kalendarischen Sommerbeginn ist die heiße Jahreszeit doch noch eingezogen in unsere Breiten. Es scheint jedenfalls so. Viele hatten den Sommer mittlerweile ersehnt, viele hatten das festhängende Regenwetter satt.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Auch Ronja Räubertochter schätzt diese Jahreszeit sehr. Sie geht sogar auf Reisen in diesen Wochen des Jahres, auf Sammelreisen. Sie erklärt ihrem besten Freund Birk bunt und lebhaft, was sie dabei alles im Auge hat:</p><p><span style="font-variant:normal"><span style="font-weight:normal"><font color="#202124">„<font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:12pt"><i>Ich sauge den Sommer in mich ein wie die Wildbienen den Honig“, sagte sie. „Ich sammle mir einen großen Sommerklumpen zusammen, und von dem werde ich leben, wenn… wenn es nicht mehr Sommer ist. Und weißt du, woraus der besteht?“ Und sie erzählte es Birk.<br />„Es ist ein einziger großer Kuchen aus Sonnenaufgängen und Blaubeerreisig mit reifen Beeren und Sommersprossen, die du auf den Armen hast, und abendlichem Mondschein über dem Fluss und Sternenhimmel und Wald in der Mittagshitze. Voll von Sonnenlicht auf den Fichten und kleinen Regenschauern und all so was.“</i></span></font></font></span></span></p><p>Ronja backt sich ihren Sommerklumpen-Kuchen: Von ihm kann sie leben, wenn die reiche Zeit vorüber ist. Ein schlaues, weises Mädchen, diese Ronja: Sie kennt den Schatz innerer Bilder und die Kraft, die von Erinnerungen ausgeht. Sie weiß auch, dass es Zeiten im Leben gibt, in denen diese Art der Nahrung lebenswichtig ist.</p><p><span style="font-variant:normal"><span style="font-style:normal"><span style="font-weight:normal"><span style="text-decoration:none"><font color="#000000"><font face="Segoe Print"><span style="font-size:11pt">Karl Pöppel</span></font></font></span></span></span></span></p><p><span style="font-variant:normal"><span style="text-decoration:none"><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt"><i><font color="#000000">Zitat aus: Astrid Lindgren, Ronja Räubertochter, Oetinger 1982, 201f.</font></i></span></font></span></span></span></p>





]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-59451</guid><pubDate>Wed, 01 May 2024 00:00:00 +0200</pubDate><title>Mein Leben annehmen - Sag einfach JA.</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/mein-leben-annehmen-sag-einfach-ja/</link><description>Mein Leben annehmen, wie soll das gehen? Da ist so viel, das ich nicht verstehe, nicht will, nicht fassen kann.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="western"><div><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Genau so! Frag nach. Setz dich mit deinem Leben auseinander. Stell dich den Herausforderungen und bring deine Zweifel und Fragen ins Wort und auch ins Gebet. Dann begegnest du aktiv allem, was geschieht. Einfach und locker ist das nicht, doch ehrlich und zutiefst menschlich.</font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Ein Vorbild im Nachfragen und Annehmen ist für mich Maria, die Mutter Jesu.</font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif">Im Monat Mai werden zahlreiche Maiandachten gestaltet. Die erblühte Natur ist wie ein Bild für das neue Leben zu dem Maria JA gesagt hat. Einfach war das JA Mariens nicht, doch vertrauensvoll. Maria stellte sich der Initiative Gottes aktiv, fragte nach und dachte nach. Ihre Antwort wuchs, so glaube ich, langsam und kam dann aus dem Herzen: Ich wage mein JA mit Gottes Hilfe. </font></span></p></div></div><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><i>Gabriele Saft. Personalseelsorge</i></font></span></p>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-58956</guid><pubDate>Mon, 01 Apr 2024 00:01:00 +0200</pubDate><title>Wachstum pur</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/wachstum-pur/</link><description>In den Aprilwochen kommt der Frühling richtig in Gang: Obstbäume fangen an zu blühen, unzählige kleine weiße oder rosa Blüten öffnen sich. Wie die Welle im Fußballstadion schwappt üppig und prächtig die Blütenwelle über unseren Kontinent - von Süd nach Nord.</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Viele Menschen mit grünem Daumen sehen diese wuchtige Entfaltung wegen möglicher Spätfröste auch mit Sorge. Und verschwiegen sei auch nicht eine Spannung, die sich für uns ergeben kann: Der Blick in die farbenfrohe Schöpfung kann sich doch heftig reiben mit dem Wissen im Hinterkopf um die grausamen Wirklichkeiten in der Welt.</p><p>Der dänische Philosoph und Theologe Søren Kierkegaard schreibt über die Erfahrung, sich als Geschöpf beschenken zu lassen:</p><p><em>„Also, dass du erschaffen bist, dass du bist …<br />dass es Frühling wird, Vögel in großen Schwärmen kommen - um dich zu erfreuen,<br />dass das junge Grün sprießt und der Wald schön wächst … - dir Freude zu schenken …<br />Wenn das nichts ist, worüber man sich freuen kann, so gibt’s überhaupt nichts, worüber man sich freuen kann.“</em></p><p>Über das pure Wachstum, das uns in diesen Frühlingswochen entgegensprießt, dürfen wir uns herzlich freuen: Munter und bunt will es uns an das Osterwunder erinnern.</p><p><em>Karl Pöppel</em></p><p><em>Zitat nach: Te deum, Das Stundengebet im Alltag, Dezember 2022, S. 203</em></p>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-58058</guid><pubDate>Thu, 01 Feb 2024 00:00:00 +0100</pubDate><title>Heute werd’ ich … Tempo raus nehmen</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/heute-werd-ich-tempo-raus-nehmen/</link><description>Kennen Sie das auch? Der Tag ist durchgetaktet. Ein Termin löst den anderen ab. Es ist viel, doch mit entsprechend Tempo und Disziplin wird das schon klappen. Doch wehe, wenn noch etwas Ungeplantes dazwischen kommt. </description><content:encoded><![CDATA[<div class="western"><div><p>Meine Reaktion kenne ich nur zu gut. Angespannt und ablehnend, kurz angebunden und knapp versuche ich zu reagieren. Das geht manchmal auch daneben und beide Seiten sind frustriert. Ich habe mich überschätzt und bin an meine Grenzen gekommen, die andere schmerzlich zu spüren bekamen.</p><p>Mein Tempo nehme ich auch beim Autofahren wahr. Je dichter die Termine umso flotter bin ich unterwegs und überfahre schon mal eine tief orange Ampelschaltung oder bedränge den langsam Fahrenden vor mir. Ein Beifahrer hat mir mein Verhalten gespiegelt und den Kopf geschüttelt. Zurückhaltung wäre für alle besser.</p><p>War das vielleicht auch ein Grund dafür, dass Jesus sich morgens an einen einsamen Ort zurückzog um zu beten (Mk 1,35)?<br />Mitte des Monats beginnt die Fastenzeit.</p><p>„Nur für heute“ (Bernhard von Clairvaux) und für die Fastenzeit 2024 werde ich üben etwas Tempo raus zu nehmen.</p><p>Vielleicht regen meine Gedanken Sie zu einem eigenen<strong> „Heute werde ich …“ </strong>an.</p></div></div><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><font face="Arial, sans-serif"><i>Gabriele Saft. Personalseelsorge</i></font></span></p>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-57938</guid><pubDate>Tue, 16 Jan 2024 15:01:00 +0100</pubDate><title>Sag beim Abschied… leise DANKE</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/sag-beim-abschied-leise-danke/</link><description>Diese Worte kamen mir in den Sinn, als ich gebeten wurde zu meinem Abschied aus dem Referat Geistliches Leben noch etwas zu schreiben. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Da steht an erster Stelle der persönliche Dank für die wertvolle Zeit, die mir geschenkt wurde für die Arbeit im und am Geistlichen Leben, für das mein Herz schlägt.</p><p>Da gibt es so viele wertvolle Erinnerungen an Exerzitien mit unterschiedlichen Gruppen an Kraftorten des Glaubens, wie Assisi, Israel, Irland oder Südtirol.</p><p>Da sind viele Gesichter von Menschen, die ich geistlich begleiten konnte in den vielfältigen Situationen ihres Lebens, ihres Alltags, ihrer Sehnsucht, der je eigenen Suche nach Gott und einer persönlichen Beziehung zu ihm. Zu dieser Suche gehören - wie auch sonst zum Leben - Glück und Schmerz, Entbehrung und Erfüllung, Nähe und Fremde, Anfänge und Abschiede, Übergänge und Wandlungen in und durch Begegnungen.</p><p>Dabei bin ich immer wieder Augen- und Ohrenzeuge des verborgenen und gegenwärtigen Gottes in allem geworden. Sein Geheimnis schimmert und leuchtet da und dort auf, durch alles hindurch. Viele Augenblicke des Staunens, des Segens und der Gnade wurden mir geschenkt.</p><p>Dafür kann ich nur ausdrücklich und von ganzem Herzen DANKE sagen.</p><p><em>Domvikar Paul Weismantel</em></p>]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-57679</guid><pubDate>Mon, 01 Jan 2024 00:01:00 +0100</pubDate><title>Fundamentpflege</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/fundamentpflege/</link><description>Fertige Bauwerke lassen in der Regel nur vermuten, auf welchem Grund sie stehen. Was tief darunter ist, entzieht sich unserem Blick. Dabei ist die „Gründung im Boden“ doch enorm wichtig: Das Fundament bildet die tragende Grundlage und macht das Ganze stabil. So baut man etwa für ein modernes Windrad ein gewaltiges Fundament mit einem Durchmesser von über 20 Metern und bis zu vier Meter tief.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der Unterbau verdient also große Sorgfalt. Einem, der in weit anderem Sinne gebaut hat, wird folgendes Zitat nachgesagt:<br />„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“<br />Der österreichische Komponist Anton Bruckner soll dieses Wort geprägt haben. Seine Musik und seine Geschichte wird uns 2024 öfter begegnen, da sein Geburtsjahr gerade 200 Jahre zurückliegt.</p><p>In diesen ersten Wochen des Jahres tun wir auch im geistlichen Sinn gut daran, bei unserem Fundament zu verweilen und es zu pflegen. Wir dürfen darauf achten, wer uns trägt und wie wir getragen werden. Und wir dürfen die Beziehung festigen zu Gott, unserem Lebensgrund.</p><p><em>Karl Pöppel</em></p>

]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-57326</guid><pubDate>Fri, 01 Dec 2023 00:00:00 +0100</pubDate><title>Bitte vormerken!  „Save the Date!“</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/bitte-vormerken-save-the-date/</link><description>Im Laufe des Jahres 2023 habe ich einige Save-the-Date-Karten bekommen. 
Freundinnen, Freunde oder die Familie gaben rechtzeitig den Hinweis: 
Halte dir den Tag frei! 
Der Anlass: ein Lebensfest, ein Geburtstag oder Ähnliches. 
Genaueres wird noch mitgeteilt. </description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height:100%">Mit dem 1. Advent kommt <b>von Gott ein</b><b>e</b><b> S</b><b>ave-the-</b><b>D</b><b>ate-</b><b>Karte</b>:<br />„<i>Vom 24. bis 26. Dezember möchte ich mit dir das Leben und meine Liebe feiern. </i></span><br /><span style="line-height:100%"><i>Halte dir die Tage frei! Reserviere mir Zeit und Raum bei dir!“</i></span></p><p><span style="line-height:100%">Oje, denkst du, das geht eigentlich gar nicht.<br />Da haben wir schon so viel geplant.<br />Frei bin ich da wirklich nicht.</span></p><p><span style="line-height:100%">Und wenn du jetzt doch noch einmal genauer hinschaust?<br />Könnte der Advent eine gute Zeit sein, das von Gott angesagte Fest mit ihm zu überdenken?<br />Auch Maria bekam eine unerwartete Einladung.<br />Sie befragt den Boten, wie das alles gehen soll.</span></p><p><span style="line-height:100%">Wie wäre es, wenn du dich an den Abenden im Advent bei Kerzenschein der Frage stellst:<br />Was ist jetzt wirklich wichtig, damit das Gottesfest stattfinden kann?<br />Worauf kann ich achten?<br />Was möchte ich vorbereiten in mir und für andere?</span></p><p><span style="line-height:100%"><b>Die Adventszeit und Gottes Save-the-Date-Karte </b><span style="font-weight:normal">sind verheißungsvoll.</span><b></b><br />Da kündigt sich neues Leben an.</span><br /><span style="line-height:100%"><b>Bitte vormerken!</b></span></p><p><span style="line-height:100%">Gabriele Saft | Advent 2023</span></p>


]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-56893</guid><pubDate>Wed, 01 Nov 2023 00:01:00 +0100</pubDate><title>Der mich trug</title><link>https://spiritualitaet.bistum-wuerzburg.de/beim-wort-genommen/nachrichten/na-detail/ansicht/der-mich-trug/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>„Der mich trug auf Adlers Flügeln,<br />der mich hat geworfen in die Weite<br />und als ich kreischend fiel,<br />mich aufgefangen mit den Schwingen<br />und wieder hoch mich warf,<br />bis dass ich fliegen konnte<br />aus eigener Kraft“</p><p>nach Dtn 32,11</p><p>Diese Worte aus der dem Buch Deuteronomium berühren mich immer wieder. Huub Oosterhuis (1933-2023) hat sie sehr schön in seine eigene Sprache gefasst. Als Liedruf gesungen wird es mir auch immer wieder zum gesungenen Gebet.</p><p>Gerade jetzt im Herbst, wenn an windigen und regnerischen Tagen die Blätter von den Bäumen fallen und durch die Luft geworfen werden, kommen mir manche dieser Worte bildhaft nahe: „Geworfen in die Weite - kreischend fallend“. Mal ist es dieses, mal ein anderes Wort, das mir nahe rückt. Ist nicht auch die Welt um mich herum durchwirbelt und für viele Menschen hoffnungslos fallend?</p><p>Wie sehr wünsche ich mir da, dass mich und diese Erde jemand auffängt und vor dem Abstürzen bewahrt, dass wir wieder mehr Shalom spüren und miteinander erleben dürfen!</p><p>Da schenkt mir dieses Gebet mit seinem Bild von den „Schwingen, die mich auffangen“ wider alle Hoffnungslosigkeit Mut und Zuversicht. Eine neue Kraft darf ich spüren. So werden diese alten Worte für mich zu einem Hoffnungsgebet: „Mich aufgefangen mit den Schwingen… bis dass ich fliegen konnte - aus eigener Kraft“. Welch`ein wunderbares Bild von Weite und Getragensein, welch eine kraftspendende Zusage!</p>

]]></content:encoded><category>beim Wort genommen</category></item></channel></rss>