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"Beim Wort genommen" für April 2026

Vor einiger Zeit habe ich in einem Vortrag ein Gedicht des badischen Mundartdichters Harald Hurst (1945-2024) gehört, dass ich nicht mehr vergesse:

Gute Fernsicht heut:
Mer sieht ganz deutlich
mit‘m blossem Aug
s‘ Brett vorm Kopf. *

Da hat jemand wohl keinen Durchblick. Geht mir oft genug auch selbst so.

Aber wenn ich das Brett vor meinem Kopf erkenne, habe ich vielleicht die Chance, dass meine Sicht sich weitet.

Ostern vor 2000 Jahren scheint das geschehen zu sein:

- Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. (Mk 15,39)

- Und als er (Jesus) mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen.

Da gingen ihnen (den Emmaus-Jüngern) die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.

Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? (Lk 24,30-32)

So erkannten auch in anderen Ostergeschichten diejenigen, die nur den schrecklichen Kreuzestod Jesu vor Augen hatten als ein furchtbares Scheitern, dass er lebt und dass dieser Tod Hingabe aus Liebe war, durch die der Tod besiegt ist.

Warum sollte nicht auch mir geschenkt werden, in diesem Licht manches Leid, die immer wieder angefangenen Kriege, die Rücksichtslose Gier nach Geld und Geltung zu „durchschauen“ und eine „Fernsicht“ zu bekommen auf neues Leben, auf dass ich hoffen, für das ich mich einsetzen, das ich bezeugen kann - sogar über den Tod hinaus?

Ostern - Gute Fernsicht heut!

* Für die richtige Verschriftlichung des gehörten Gedichtes kann ich nicht garantieren.

P. Jakob Olschewski OSA

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